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Folder 2018 Vorderseite

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Folder 2018 Rückseite

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Perlen und Schmuck aus Muranoglas - Anke Leiterholt

Das Glasperlenwickeln ist ein altes Kunsthandwerk, das Anfang des 19. Jahrhunderts über Venedig nach Mitteleuropa zurück kam.

Beim Perlenwickeln wird heißes Glas um einen Metalldorn aufgetragen. Das Glas schmilzt bei einer Temperatur von ca 1600 Grad Celsius.
Damit das heiße Glas keine Verbindung mit dem Dorn eingeht, wird dieser vorher in ein Trennmittel getaucht. Dann wird das heiße Glas (die Perle) in einem Temperofen heruntergekühlt,was mehrere Stunden dauert. Dies ist wichtig um Spannungen im Glas zu vermeiden.
Anschließend wird das Trennmittel aus dem Dorn entfernt.

Die Glasperlen fertige ich vorwiegend aus Muranoglas am Zweigasbrenner.
Gläser anderer Glashütten, wie z. B. Lauscha oder Reichenbach bieten noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten und kommen daher auch zum Einsatz. Diese Gläser können transparent oder opak (undurchsichtig) sein.

Die kunstvollen Verzierungen werden unter anderem mit selbst gezogenen Glasfäden aufgemalt.

Es gibt bei diesem Handwerk viele Überraschungen:
Gläser reagieren miteinander und bilden z.B. Linien oder sie verändern bei Tageslicht oder künstlichem Licht Ihre Farbe.


Kein Material überwindet so
sehr die Materie wie das Glas.
Von allen Stoffen, die wir haben,
wirkt es am elementarsten. Es spie-
gelt den Himmel und die Sonne, es ist
wie ein lichtes Wasser, und es hat einen
Reichtum der Möglichkeit an Farbe,
Form und Charakter, der wirklich nicht
zu erschöpfen ist, und der keinen Menschen
gleichgültig lassen kann.

                                        Paul Scheerbarth