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Prospekt von 2017

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Perlen und Schmuck aus Muranoglas - Anke Leiterholt

Das Glasperlenwickeln ist ein altes Kunsthandwerk,
das Anfang des 19. Jahrhunderts über Venedig
nach Mitteleuropa zurück kam.

Beim Perlenwickeln wird heißes Glas um einen Metalldorn
aufgetragen. Das Glas schmilzt bei einer
Temperatur von ca 1600 Grad Celsius.

Damit das heiße Glas keine Verbindung mit dem
Dorn eingeht, wird dieser vorher in ein Trennmittel getaucht.

Dann wird das heiße Glas (die Perle)
in einem Temperofen heruntergekühlt,
was mehrere Stunden dauert. Dies ist wichtig um Spannungen
im Glas zu vermeiden.

Anschließend wird das Trennmittel aus dem Dorn entfernt.


Die Glasperlen fertige ich vorwiegend aus Muranoglas
am Zweigasbrenner.

Gläser anderer Glashütten, wie z. B. Lauscha oder Reichenbach
bieten noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten und kommen
daher auch zum Einsatz.
Diese Gläser können transparent oder opak (undurchsichtig) sein.

Die kunstvollen Verzierungen werden unter anderem mit
selbst gezogenen Glasfäden aufgemalt.

Es gibt bei diesem Handwerk viele Überraschungen:
Gläser reagieren miteinander
und bilden z.B. Linien oder
sie verändern bei Tageslicht oder künstlichem Licht Ihre Farbe.